Was als Relikt aus hanseatischen Zeiten längst Eingang in die Alltagssprache der Esten gefunden hat, zeichnet auch das Holz dieser Region aus: Profilhölzer und Fassadenkomponenten von AS Rait, Tartumaa/EE, bestehen durchwegs aus dem fein- und festastigen Holz des Nordens. Der Schnittholz-Produzent und -Veredler aus Zentral-Estland verarbeitet nur Schwachholz von 10 bis 26 cm Zopfdurchmesser – von Kiefern und Fichten, die auf eher kargen Böund unter rauen Klimabedingungen feinjährig gewachsen sind.
Früh internationalisiert. Die Balten waren seit jeher international orientiert. Auch der Edinburgh-Absolvent Dr. Ivar Dembovski belieferte nach Gründung eines Holzhandels-Unternehmens bald schon Holzverarbeiter aus England und Deutschland. Heute betreibt der Ökonom mit seinem Partner DI Tõnu Tsernant ein Sägewerk in Aegviidu/EE sowie ein Hobelwerk in Tartu/EE. An einem weiteren Sägewerk hält man eine 50%-Beteiligung. Die AS Rait-Tochter Parkwood erzeugt und vertreibt Gartenmöbel, Terrassen und sonstigen Gartenbedarf aus Holz. Insgesamt exportiert die AS Rait-Gruppe 60% ihrer Produkt in EU-Länder sowie nach Fernost. Als prominenter Österreicher ist auch Doka, Amstetten, Bezieher von AS Rait-Schnittholz.
AS Rait-Facts
Mitarbeiter: 280
Umsatz: 26 Mio. € (2005)
Produkte: Schnittholz, Hobelware, Innen- und Außenverschalung, Spezialprofile, Schalung grundiert und lackiert, Bodenfriesen, Garten-Designelemente
Holzarten: Fichte (70%), Kiefer (30%)
Einschnitt: 300.000 fm (2005)
Technik: 2 Spanerlinien, 15 Trockenkammern, 2 Hobelanlagen
Technische Trocknung: 120.000 m3/J
Export: 60%
Märkte: BE, CZ, DK, FR, DE, GB, AT, NL, JP, Südkorea, Australien