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"Profile ante portas" ajakirjas Holzkurier


Raidi tegemistest ilmus 22. juunil 2006 artikkel saksakeelses puiduajakirjas Holzkurier. Elektroonilise originaalversiooni leiad siit.

 

Profile ante portas

Export-orientierter Este entdeckt Heimmarkt

Was als Relikt aus hanseatischen Zeiten längst Eingang in die Alltagssprache der Esten gefunden hat, zeichnet auch das Holz dieser Region aus: Profilhölzer und Fassadenkomponenten von AS Rait, Tartumaa/EE, bestehen durchwegs aus dem fein- und festastigen Holz des Nordens. Der Schnittholz-Produzent und -Veredler aus Zentral-Estland verarbeitet nur Schwachholz von 10 bis 26 cm Zopfdurchmesser – von Kiefern und Fichten, die auf eher kargen Böund unter rauen Klimabedingungen feinjährig gewachsen sind.

Früh internationalisiert. Die Balten waren seit jeher international orientiert. Auch der Edinburgh-Absolvent Dr. Ivar Dembovski belieferte nach Gründung eines Holzhandels-Unternehmens bald schon Holzverarbeiter aus England und Deutschland. Heute betreibt der Ökonom mit seinem Partner DI Tõnu Tsernant ein Sägewerk in Aegviidu/EE sowie ein Hobelwerk in Tartu/EE. An einem weiteren Sägewerk hält man eine 50%-Beteiligung. Die AS Rait-Tochter Parkwood erzeugt und vertreibt Gartenmöbel, Terrassen und sonstigen Gartenbedarf aus Holz. Insgesamt exportiert die AS Rait-Gruppe 60% ihrer Produkt in EU-Länder sowie nach Fernost. Als prominenter Österreicher ist auch Doka, Amstetten, Bezieher von AS Rait-Schnittholz.

Heimisches Rundholz als limitierender Faktor. Dennoch werde Estland selbst als Verkaufsmarkt immer interessanter: Jährliche Wachstumsraten der Wirtschaft über 10% und eine entsprechend dynamische Bautätigkeit insbesondere im Großraum Tallinn/EE erzeugen eine große Nachfrage nach Holz. Diese könne aber immer weniger mit Rundholz aus estnischen Wäldern gestillt werden: „Ein großer Teil unseres Waldes ist entweder hiebsun- oder -überreif – oder er ist geschützt“, lässt der Geschäftsführer seinen Unmut hören. 30% des verarbeiteten Rundholzes stammt bereits aus Russland.

Maßgeschneiderte Profilgeometrien. Seine anfängliche Tätigkeit als Holzhandelsreisender mag sein Gespür für Kundenwünsche geschärft haben: „Hobel- und Profilware verkaufen wir immer weniger als Standard-Produkte. Unsere Profilierlinie mit einem Waco Gigant und einem Weinig Unimat ermöglicht uns hohe Flexibilität bei der Profilgestaltung. Die Kunst ist, Bloche bestimmter Dimension und Qualität mit speziellen Kundenanforderung zu kombinieren“, erklärt Dembovski. Für den boomenden Heimmarkt bietet AS Rait auch vorgefärbte Profile mit unterschiedlichem Oberflächen-Finnish an.
Dabei sind Profile aus kammergetrocknetem Holz nur ein Teil der Leistung. Über die künftige Strategie zur Unterscheidung vom Mitbewerb sagt der Geschäftsführer: „Die projektbezogene, fachliche Unterstützung des Kunden ist und bleibt unsere Stärke.“ Punkt.

AS Rait-Facts

Mitarbeiter: 280
Umsatz: 26 Mio. € (2005)
Produkte: Schnittholz, Hobelware, Innen- und Außenverschalung, Spezialprofile, Schalung grundiert und lackiert, Bodenfriesen, Garten-Designelemente
Holzarten: Fichte (70%), Kiefer (30%)
Einschnitt: 300.000 fm (2005)
Technik: 2 Spanerlinien, 15 Trockenkammern, 2 Hobelanlagen
Technische Trocknung: 120.000 m3/J
Export: 60%
Märkte: BE, CZ, DK, FR, DE, GB, AT, NL, JP, Südkorea, Australien

Autor: DI Robert Spannlang



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